Klinische Studien mit Weihrauch

Damit ein neues Medikament zugelassen werden kann, müssen klinische Studien durchgeführt werden. Hier wird die Wirksamkeit und Sicherheit überprüft. Das Studiendesign von klinischen Studien ist gesetzlich genau geregelt und ist ein langwieriger und teurer Prozess.

Weihrauchzubereitungen werden schon sehr lange Zeit angewendet auch gibt es schon einige klinische Studien. Die meisten Studien zeigen eine Besserung der untersuchten Symptome.

Klinische Studien mit Weihrauch-Extrakten

Hier sollen nur einige der klinischen Studien aufgezählt werden, es gibt auch noch viele weitere Studien mit Weihrauch z. B. bei Hautproblemen. Einen guten Überblick bietet auch die Seite www.weihrauch.org von Prof. Ammon.

Bei Rheumatoider Arthritis und Osteoarthritis verbesserte sich die Beweglichkeit, Schmerzen und Schwellungen konnten gelindert werden.

Bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie z. B. Morbus Crohn gibt es mehrere kleine Studien. Alle Studien zeigen eine Verbesserung der Symptome, bei Vergleich mit anderen Medikamenten schneiden Weihrauchzubereitungen meist gut ab und haben vor allem den großen Vorteil, dass bei Weihrauchzubereitungen meist keine und vor allem keine gravierenden Nebenwirkungen beobachtet werden.

Auch bei Asthma bronchiale gibt es Studien mit Weihrauch und auch diese Studien zeigen eine Verbesserung der Testparameter.

Die bisherig erwähnten Studien wurden alle bei Krankheiten durchgeführt, für die die Wirkung des Weihrauchs schon sehr bekannt sind. Relativ neu ist die Anwendung von Weihrauch bei Gehirntumoren. Man verabreichte Patienten mit einem Glioblastom (Gehirntumor) Weihrauch und stellte bei einigen Patienten fest, dass sich Symptome und das Befinden besserte. Auch konnte festgestellt werden, dass die Ödembildung zurückging. Die Ödembildung kann den Hirndruck steigern und kann zu neurologischen Ausfällen führen. Bisher wird mit Cortison bei Ödembildung behandelt, welches auch viele Nebenwirkungen haben kann. Die Ergebnisse sind vielversprechend, jedoch müssen hier auch weitere Studien mit mehr Patienten folgen.Vielversprechende Ansätze zeigte auch eine Studie mit Weihrauch bei Multipler Sklerose aus 2014.

Ein zusätzliches Problem bei klinischen Studien mit Weihrauch ist, dass es meist schwer ist die unterschiedlichen Studien miteinander zu vergleichen, weil die Studien mit unterschiedlichen Weihrauchzubereitungen durchgeführt wurden und man somit nichts einheitlich darüber sagen kann.

Ob es in Zukunft neue Studien geben kann, hängt wahrscheinlich stark von den Kosten ab. Kleinere Unternehmen können sich klinische Studien nicht ohne Sponsoren leisten und große Pharmaunternehmen wollen die Kosten bei pflanzlichen Arzneimitteln meist nicht auf sich nehmen, da es bei pflanzlichen Arzneimitteln viel schwieriger ist, Patente auf das Arzneimittel zu bekommen und die langfristige, nachhaltige Lieferbarkeit der Naturstoffe sicherzustellen und der Vertrieb von chemischen Alternativen häufig gewinnbringender und weniger aufwändiger ist.